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Scania
historie.
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Das Hauptwerk von Scania
liegt in Södertälje, südlich von Stockholm. Die Hauptfertigung
liegt in Schweden und in Brasilien. Komponenten werden in Luleå
(Rahmen und Achsbrücken),
in Oskarshamn (Fahrerhäuser), in Sibbhult (Getriebe) sowie in
Södertälje (Motoren, Getriebe, Achsen und Bremskomponenten) gefertigt. Die Lkw-Montage in
Schweden konzentriert sich auf Södertälje, während Busse in
Katrineholm hergestellt werden. Scania nimmt im Laufe des Jahres 1997 die
Busproduktion in Angers, Frankreich, auf.
1900 tauchte der Name Scania
(lat. für die Südschwedische Landschaft Schonen) erstmals auf.
Scania begann mit der Lizenzfertigung von Britischen Fahrrädern
und als Zulieferbetrieb für Schmiedeteile. 1911 fusionierte man
mit Vabis zu Scania-Vabis.
Scania -
Vabis
1891 entstand das Unternehmen
Vabis in Södertälje. Ab 1892 wurden zunächst Waggons und ab 1897
Motordraisinen gebaut.
1902 entstand der erste
Lkw.
1911 fusionierten Vabis und
Scania zu Scania-Vabis. Der Doppelnahme blieb bis 1968
erhalten.
Der erste speziell
konstruierte Omnibus entstand im Jahre 1911. Busse waren die
Hauptprodukte des Unternehmens bis zum Ende des Zweiten
Weltkriegs, seither dominieren jedoch Lastwagen. Zum gleichen
Zeitpunkt begann auch der internationale Export von
Scania-Vabis.
1936 Erster Dieselmotor von
Scania-Vabis (Vorkammerdiesel).
1939 Dieselmotorprogramm mit
Bausteintechnik - 4, 6, 8 Zylinder in Reihe, 2 Ventile pro
Zylinderkopf.
1949 werden die
Vorkammerdiesel durch Direkteinspritzung ersetzt steigern dadurch
ihre Wirtschaftlichkeit erheblich
1951 Turboaufladung des
8-Zylinder-Eisenbahnmotors.
1958 Neue 7- und
10-Liter-Baureihen (D7 und D10) - der 10-Liter-Motor wurde von
Grund auf neu für die Turboaufladung konstruiert (DS10 - 1959
eingeführt). Vorstellung des Zyklon-Fliehkraft-Ölreinigers von
Scania-Vabis.
1961 Ladeluftkühlung nach dem
Wasser-/Luftprinzip bei einigen Einbau- und Schiffsmotoren
eingeführt (DSI10).
1962 werden die Motoren auf 8
und 11 Liter vergrößert, beide Motoren verfügbar mit
Turboaufladung (D8, DS8, D11, DS11).
1964-77 4-Zylinder-Version
(D5, DS5) des 8-Liter-Motors aus dem
Baukasten.
Anfang der 50er Jahre
exportierte Scania seine ersten Lastwagen nach Brasilien, wo 1957
ein Montagewerk eröffnete und die eigene Produktion im Jahr 1962
anlief. Ein weiteres Werk nahm Scania 1976 in Argentinien in
Betrieb.
In Mitteleuropa wurde 1964
mit der Inbetriebnahme eines Montagewerkes im Niederländischen
Zwolle der erste Standort eingerichtet. Ein weiteres Montagewerk
in der EU wurde 1992 im Französischen Angers
eingeweiht.
Ab 1968 verschwand der
Doppelname Scania-Vabis, die Marke wurde als "SCANIA"
weitergeführt.
1969 wird ein völlig neuer,
kompakter 14-Liter-V8 mit einer Spitzenleistung von 350 PS mit
Turboaufladung (DS14) und individuelle Zylinderköpfen vorgestellt.
Er treibt den Scania 140 an, den seinerseits mit Abstand stärksten
Serien-Lkw Europas. Mit diesem Fahrzeug gelingt Scania eine
Steigerung des Bekanntheitsgrades und beginnt fortan verstärkt mit
dem Export von Fernverkehrslastwagen.
1976-77 "Niedertourige
Philosophie" mit grünem Drehzahlbereich auf dem Drehzahlmesser
vorgestellt. 11- (305 PS - DS11) und 14-Liter- (375 PS - DS14)
Motoren mit Spitzendrehmoment bei niedrigeren Drehzahlen zur
Verbrauchssenkung. Das Konzept funktionierte, erforderte jedoch
sehr intensive Schulung der Fahrer. Die Turboaufladung wurde auf
breiter Front aus Gründen der Effizienz im Lkw-Bau
eingeführt.
1982 wurde Ladeluftkühlung
nach dem Luft-Luft-Prinzip für Lastwagen (360 PS - DSC11, 420 PS -
DSC14) und Busmotoren (360 PS - DSC11) eingeführt - für höhere
Leistung und höhere Effizienz.
1984 Völlig neue
9-Liter-Motoren (8,48 Liter), Reihen-6-Zylinder mit
individuellen Zylinderköpfen und kalter und warmer Seite;
Leistung: 210, 250 und 280 PS.
Die Scania-Fahrerhäuser
werden in drei Typen angeboten: Das niedrige P-Fahrerhaus für den
Nahverkehr, das normale R-Fahrerhaus und der Hauber T, der einen
durchgängigen Fahrerhausboden hat. Dabei hat die T-Kabine viele
Gleichteile mit dem P-Fahrerhaus. Von den einzelnen Typen gibt es
dann eine kurze und eine lange Ausführung mit Liege.
1987/88 wurden die
Lkw-Baureihen überarbeitet. Äußerlich änderten sich die Fahrzeuge
wenig, die Neurungen der neuen Typen 93, 113 und 143 liegen unterm
Blech. Ein neues Armaturenbrett ist wie ein Cockpit um den Fahrer
herumgebaut. Es gibt zudem eine neue luftgefederte Kabinenvariante
"Topline" mit einem um 22 cm erhöhtem Dach auf Basis des
R-Fahrerhauses und überarbeitete Motoren.
Zur IAA 1989 präsentierte
Scania den neuen 143/470 mit EDC. Der altbekannte V8-Motor (DSC
1404) leistet 470 PS, wobei die Einspritzpumpe von Bosch erstmals
elektronisch geregelt wird.
1991 Start der
Serienproduktion des ersten Lkw-Motors mit Turbocompound-Technik
(400 PS - 11-Liter DTC11). Ladeluftkühlung serienmäßig für alle
Motorbaureihen (DSC9, DSC11, DTC11, DSC14), um die Euro1-Norm vor
ihrer Einführung zu erfüllen. EDC wird ausgedehnt auf 380 PS
(DSC11) und 400 PS (DTC11). 500 PS V8 (DSC14) mit EDC als
Spitzenmotor, ergänzt durch den mechanisch eingespritzten Motor
mit 450 PS.
Technische Daten der 143er-Reihe:
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Motor |
DSC 1403. 450 PS |
DSC 1409. 500 PS |
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V8-Diesel mit Turbo und Intercooling, DI,
5-Loch-Düsen |
V8-Diesel mit Turbo und Intercooling, DI,
Reiheneinspritzpumpe, 2 Ventile pro Zyl., EDC, Euro1,
8-Loch-Düsen |
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Hubraum |
14187 cm³ |
14187 cm³ |
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Leistung |
331 kW (450 PS) bei 1900/min (ISO) |
368 kW (500 PS) bei 1900/min |
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Drehmoment |
1915 Nm bei 1150/min |
2130 Nm bei 1000-1450/min |
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spez. Verbrauch |
191 g/kWh bei 1550/min |
191 g/kWh bei
1350/min |
Scania setzt in einem 1992
auf den Markt gebrachten 400-PS-Motor (DSC 11) auf die
Turbocompoundtechnik, die schon lange im Flugzeug- und
Schiffsmotorenbau realisiert wurde. Beim Turbocompoundverfahren
wird vom Abgasstrom des konventionellen Abgasturboladers eine
weitere Turbine angetrieben, die ihre Leistung mechanisch an den
Motor abgibt. Im zweiten Lader wird die Temperatur des Abgasstroms
um ca. 100 K gesenkt, d.h. die Abgasenergie wird in Arbeit
umgewandelt und wieder dem Motor zugeführt. Scania gibt für den
Turbocompoundmotor einen Wirkungsgrad von 46 Prozent an. Jedoch
ist der technische Aufwand der Turbocompoundtechnik sehr groß, da
man neben der zusätzlichen Turbine noch ein hochübersetztes
mechanisches Getriebe benötigt, das die gewonnene Leistung mittels
einer hydraulischen Kupplung auf die Kurbelwelle überträgt. Der
Scania-Motor markierte 1992 mit 186 g/kWh spezifischen
Brennstoffverbrauch bei 1300/min den Bestwert. Für Drehzahlen von
1050 bis 1700/min wurden Werte unter 190 g/kWh angegeben. Unter
Vollastbedingungen konnte der Scania auch mit sehr niedrigen
Verbräuchen aufwarten. Auf Strecken, wo nicht die volle Leistung
des Triebwerks benötigt wird, können die Vorteile der
Turbocompoundtechnik nicht ausgenutzt werden, da hier die
Abgasmenge zu gering ist, um die zweite Turbine effektiv
einzusetzen.
1994 werden Euro
2-Ausführungen aller drei Motorbaureihen (250, 380, 400 und 500
PS) vor Einführung der Schadstoffgrenzwerte ohne erheblichen
"Zoll" in Form von Mehrverbrauch angeboten.
1995 präsentierte Scania die
"Baureihe 4": Angeboten werden 2 Fahrerhäuser und 3 Motoren. Das
Normale Fahrerhaus R ist so hoch wie das alte Topline-Fahrerhaus.
Beim hohen Fahrerhaus (CR19 Topline) ist das 2. Bett (Breite 88
cm) über der Frontscheibe angeordnet, was zu einem etwas
gewöhnungsbedürftigen Aufstieg führt. Vom oberen Bett aus können
Radio, Standheizung, Licht und Zentralverriegelung bedient werden.
Das untere Bett ist 71cm breit und bietet darüber knapp 2 Meter
Höhe. Staufächer befinden sich in der Kabinenrückwand und unter
der unteren Liege. Beim Normalfahrerhaus ist das 2. Bett wie
üblich an der Rückwand befestigt. Die Armaturenbretter sind aus
der 3er-Reihe mit kleinen Detailänderungen übernommen worden. Die
Sitze, die zusammen mit Isringhausen entwickelt wurden, sind jetzt
zweigeteilt und haben einen integrierten Sicherheitsgurt. Das
Lenkrad läßt sich mit einem Hebel in Höhe und Neigung verstellen.
Der Einstieg erfolgt über 4 treppenartige Trittstufen, wovon die
unterste beim Öffnen der Tür ausklappt. Aus der Stoßstange wird
ein breiter Auftritt zum Fensterputzen ausgeklappt, der sich auch
als Sitzbank eignet.
Die Fernverkehrsreihe heißt "L"
für "Long Distance". Typbezeichnungen sind je nach Motor L 94-310,
L114, L 124 oder L 144. Die weitere Zahl am Kühlergrill gibt die
Leistung in PS an. Die L-Klasse ist auf den Fernverkehrseinsatz
optimiert und bietet ein niedriges Fahrzeuggewicht. Lieferbar sind
Zwei- und Dreiachser als Fahrgestell und natürlich als
Sattelzugmaschine mit P-, R- oder T-Fahrerhaus. Bis zur IAA 1996
stellte Scania sein Lkw-Programm komplett auf die 4er-Reihe um.
Neben der L-Reihe gibt es die C-Reihe für den Einsatz im
Bau-Bereich ("Constructor"), die D-Reihe für den Nah- und
Verteilerverkehr ("Distribution") und für die ganz schweren Lasten
die Klasse G. Durch das Scania-Baukastensystem gelingt so ein
Angebot, das nahezu jeden gewünschten Truck anbietet und dennoch
die Herstellungskosten auf einem niedrigen Niveau
hält.
Die Klasse D von Scania ist als Zwei- oder
Dreiachser sowie als Sattelzugmaschine mit dem 9-Liter-Motor als
Scania D94 erhältlich. Neben der normalen Fahrgestellhöhe wird
auch ein niedriger Rahmen angeboten. Neben der Parabelfederung
wird eine Luftfederung an Vorder- und Hinterachse angeboten. Das
niedrige P-Fahrerhaus ist wahlweise kurz (CP14), lang (CP19) oder
als Mannschaftskabine "Crew Cab" (CP28 oder CP31) erhältlich. Als
Getriebe werden 8-Gang-Range-Schaltboxen GR801 und GR900 (mit
Kriechgang), 12 Gänge im GR 890 sowie 6-Gang-Automaten
angeboten.
Scania verfügt über ein Werk
in Sao Paulo in Brasilien, wo Trucks für den südamerikanischen
Markt produziert werden. 1998 geht in Südamerika die Serie 4 mit
9- und 12-Liter-Euro 2-Motoren in Serie (einschließlich
Pumpe-Düse-Technologie in Versionen mit 420 PS, sowie 400 PS EPA
für Mexiko). Der 12-Liter-Motor geht im neuen Werk in São Paulo in
die Produktion.
1996 wird der 9-Liter-Motor
auf volle 9 Liter für die Serie 4 vergrößert und in drei
Leistungsstufen (220, 260 und 310 PS - DSC9) angeboten. Der
11-Liter-Motor wird für die Serie 4 (340 PS - DSC11) angepasst und
der 11,7-Liter-Motor auch mit mechanischer Einspritzung (360 PS -
DSC12) angeboten.
| Motor |
DSC 9 220 |
DSC 9 260 |
DSC 9 310 |
| R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, 2
Ventile, Reiheneinspritzpumpe, EDC |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, 2
Ventile, Reiheneinspritzpumpe, EDC |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, 2
Ventile, Reiheneinspritzpumpe, EDC |
| Hubraum |
9000 cm³ |
9000 cm³ |
9000 cm³ |
| Leistung |
162 kW/220 PS |
191 kW/260 PS |
228 kW/ 310 PS |
Die Klasse C von Scania ist
für den schweren Einsatz konzipiert. Als Fahrerhäuser stehen die
P, R, und T-Kabinen in kurzer oder langer Ausführung zur Auswahl.
Vom Zwei- bis zum Vierachser sowie zwei oder dreiachsige
Sattelzugmaschinen werden alle Achskonfigurationen angeboten. Die
2- und Dreiachser sind auch als Allradler lieferbar. Dazu gibt es
Motoren von 191 bis 530 kW. Es können unterschiedlich Rahmen
gewählt werden, um den Lkw hinsichtlich Nutzlast oder Stabilitität
zu optimieren. Die angebotenen Getriebe haben 8 (bis 400 PS) oder
12 Gänge wahlweise mit zusätzlichem Kriechgang. Auf Wunsch kann
ein integrierter Retarder geliefert werden, der mit der
EDC-Regelung und dem Tempomat "fast wie ein Autopilot" agiert.
| Motor |
DSC 11 340 |
DSC 12 360 |
DSC 1201 400 |
| R6-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Reiheneinspritzpumpe, EDC |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Reiheneinspritzpumpe, mechanische Einspritzung |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, 4
Ventile, Reiheneinspritzpumpe, EDC |
| Hubraum |
11000 cm³ |
11000 cm³ |
11700 cm³ |
| Leistung |
250 kW/340 PS |
265 kW/360 PS |
294 kW/400 PS |
| Drehmoment |
1520 Nm |
|
1800 Nm bei 1100-1500/min |
| Spez. Verbrauch |
|
|
189 g/kWh |
Scania bietet in allen
schweren Lastwagen der 4er Reihe die GRS 900-Schaltbox mit 12
Vorwärtsgängen und Crawler an. Sie basiert auf einem
Dreiganggetriebe mit Range- und Splitgruppe. Übersetzung: i =
16,38 - 1,00. Die Gruppe wird mit einer Schiebemuffe
gewechselt, das Splitten erfolgt über einen Wippschalter. Das
Getriebe gibt es auch automatisiert als "Opticruise". Der
Gangwechsel geschieht hier durch bewegen des Hebels nach links zum
Runterschalten bzw. nach rechts zum Raufschalten. Über einen
Kippschalter kann das Berg-Programm aktiviert werden, was das
Drehzahlniveau erhöht. Die Kupplung wird nur zum Anfahren und
Rangieren benötigt.
Hier die Daten des großen
V8-Motors:
| Motor |
DSC 14 460 |
DSC 14 530 |
| V8-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Reiheneinspritzpumpe, EDC |
V8-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Reiheneinspritzpumpe, EDC, eps=18:1 |
| Hubraum |
14200 cm³ |
14200 cm³ |
| Bohrung x Hub |
127 x 140 mm |
127 x 140 mm |
| Leistung |
338 kW/460 PS bei 1900/min |
390 kW/530 PS bei 1900/min |
| Drehmoment |
2020 Nm bei 1100-1550/min |
2300 Nm bei
1150-1500/min |
Der DSC 1201 mit 400 PS ist
ein hubraumvergrößerter DSC 11, der neu entwickelt wurde. Es
werden Einzelzylinderköpfe verwendet. Die Kolben sind zweigeteilt.
Die heiße obere Seite ist aus Stahl, darunter wird Aluminium
verwendet, um die bewegten Massen möglichst klein zu halten. Der
11,7-l-Motor verfügt über 4 Ventile und EDC. Der 8-Zylinder
verfügt jetzt ebenfalls über EDC. Beide Motoren erfüllen die
EURO2-Norm. Ein umfangreich neu konstruierter 14-Liter-V8-Motor
kam für die Serie 4 mit zweiter EDC-Generation mit Steuerung des
Einspritzzeitpunktes (460 und 530 PS - DSC14). Die Motoren können
tiefer in den Rahmen eingebaut werden, da dieser sich Y-förmig
öffnet. Die G-Reihe sind die Allround-Lastwagen von Scania, die
insbesondere für hohe Achslasten und Zuggewichte bis 150 Tonnen
konzipiert sind. Es können aus allen Motoren-, Fahrerhaus-, Achs-
und Rahmenvarianten Fahrzeuge kombiniert werden.
Auf der RAI 1998 in Amsterdam
präsentierte Scania die überarbeitete 4er-Reihe. Drei Motoren, der
12-Liter-Motor (420 PS - DSC12) und der neue 11-Liter-Motor auf
Basis des 12-Liter-Aggregats, jedoch mit kürzerem Hub (340 -
DC1101 und 380 PS - DC1102) werden mit elektronisch geregelten
Pumpe-Düse-Elementen ausgestattet. Alle Fahrzeuge mit den neuen
Motoren können mit dem automatisierten Opticruise-Getriebe
bestellt werden. In der Kabine wurden die Stauräume vergrößert.
Das R- und das P-Fahrerhaus gibt es auch mit flachem Dach für
Aufbauten über dem Fahrerhaus. Ebenfalls neu ist, daß Fahrzeuge
mit Außenplanetenachsen mit Luftfederung bestellt werden
können.
Scania stellte seine ersten
Euro 3-Motoren für Lastwagen auf dem Nutzfahrzeug-Salon in Brüssel
im Januar 1999 vor. Im Laufe des Jahres werden alle 9-, 11- und
12-Liter-Motoren in der neuen Schadstoffnorm
angeboten.
Technische Daten 9-Liter-Motor Euro3:
| Motor |
DC 9 01 |
DC 9 02 |
DC 9 03 |
| R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, Euro3
EDC |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, Euro3
EDC |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, Euro3
EDC |
| Hubraum |
9000 cm³ |
9000 cm³ |
9000 cm³ |
| Leistung |
169 kW/230 PS |
191 kW/260 PS |
221 kW/ 300 PS |
Technische Daten 11- und
12-Liter-Motoren Euro3:
| Motor |
DC 11 03 |
DC 11 04 |
DC 12 01 |
| R6-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Pumpe-Düse, EDC, Einzelzylinderköpfe |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling,
Pumpe-Düse, EDC, Einzelzylinderköpfe, 4V/Zyl. |
R6-Diesel mit Turbo und Intercooling, 4
Ventile, Pumpe-Düse, EDC, Einzelzylinderköpfe |
| Hubraum |
10 640 cm³ |
10 640 cm³ |
11716 cm³ |
| Bohrung x Hub |
|
|
127 x 154 mm |
| Leistung |
250 kW/340 PS |
280 kW/380 PS |
309 kW/420 PS bei 1900/min |
| Drehmoment |
|
1800 Nm bei 1100-1300/min |
2000 Nm bei
1100-1300/min |
In Paris wurde im Juni 2000
der neue 16-Liter-Motor vorgestellt. An der Fahrzeugbezeichnung
"164" ist der DI 16 leicht zu erkennen. Dieser V8-Motor hat
identische Zylinderköpfe mit den Reihensechszylindermotoren mit
Pumpe-Düse. Der 16-Liter-Motor hat einen 90°-Winkel zwischen den
Zylinderbänken, nasse Laufbuchsen sowie separate Zylinderköpfe
(ähnlich dem 14-Liter-Motor). Es werden zwei Kolbentypen
verwendet: zweiteilige Kolben mit Stahlboden und Aluminiumschaft
für den Hochleistungsmotor mit 580 PS sowie Kolben ganz aus
Aluminium für den Motor mit 480 PS. Durch einen CAN-Datenbus
werden alle elektronischen Bauteile verknüpft, z.B. Einspritzung,
Lüfter, Scania-Retarder, Scania-Opticruise sowie die
elektronischen Brems- und Luftfederungssysteme Die 9-, 11- ,
14- und 16-Liter-Motoren erfüllen die
Euro3-Norm.
Technische Daten der 164er-Reihe Euro 3:
| Motor |
DC 1602 480 |
DC 1601 580 |
| V8-Diesel mit Turbo und
Intercooling, DI, Pumpe-Düse, EDC, Euro3, 4 Ventile pro Zyl.,
Einzelzylinderköpfe; Verdichtungs-Verh. 18:1 |
| Hubraum |
15 600 cm³ |
15 600 cm³ |
| Bohrung x Hub |
127 x 154 mm |
127 x 154 mm |
| Leistung |
353 kW (480 PS) bei 1900/min |
426 kW (580 PS) bei 1900/min |
| Drehmoment |
2300 Nm bei 1100-1300/min |
2700 Nm bei
1100-1300/min |
Seit Anfang November 2000 ist
bei Scania ein Partikelfilter für den 9-L-Motor erhältlich. Damit
erfüllt der Euro3-Motor schon die EuroIV-Grenzwerte. Für den
Betrieb des im Schalldämpfer integrierten CRT-Filters ist
schwefelarmer Dieselkraftstoff notwendig.
Auf der Messe in Brüssel im
Januar 2001 wird ein 6-Zylinder mit 470 PS aus 12 Litern Hubraum
vorgestellt. Der Motor erfüllt die Euro3-Abgasnorm und ist mit
Turbocompound-Technologie sowie einem neuen Scania
Hochdruck-Einspritzsystem "Scania HPI" ausgestattet, das zusammen
mit Cummins entwickelt
wurde.
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